Finishen

Finishen als Endbearbeitung

 

Finishen ist ein abtragendes Endbearbeitungsverfahren zum Erzeugen von Funktionsflächen mit definierten Oberflächenstrukturen. Die Verfahren der Vorbearbeitung hinterlassen in der Regel Rauheitsspitzen und Welligkeiten, die durch das Finishen gänzlich abgetragen werden, was zu erhöhten Materialanteilen und somit zu einer vergrößerten Kontaktflächenpaarung führt. Die Vorteile solcher mikrostrukturierten Oberfläche liegen dort, wo Schmiermittel aufgenommen werden soll, um die tribologischen Eigenschaften zu verbessern und den Verschleiß zu minimieren.

Aufsatzgeräte

Kombinierte Endbearbeitung

 

Finishen als Teil einer Verfahrenskombination in Standardmaschinen wird sich nur dann durchsetzten können, wenn anwenderfreundliche Finishwerkzeugsysteme existieren, die einen maximalen Zuwachs an Leistungsfähigkeit versprechen ohne die Funktionalität und Flexibilität des Gesamtsystems einzuschränken. Hierzu ist die Entwicklung von kleinen leistungsfähigen Finishwerkzeugeinheiten notwendig, die für einen effektiven Einsatz im automatischen Austausch mit anderen Werkzeugen programmgesteuert eingewechselt werden können.

Bearbeitungsvarianten

Verfahrensvarianten des Finishens

 

Die Verfahrensvarianten des Finishens lassen sich grundsätzlich in zwei Arten einteilen. Es gibt das Rotationsfinishen mit rotierender Topfscheibe und das Kurzhubfinishen mit oszillierender Werkzeugeinheit. Zu den Rotationsverfahren zählt das Rotationsplanfinishen sowie das Kugel- und Kalottenfinishen. Bei den Oszillationsverfahren wird zwischen Kurzhub- und Laufbahnfinishen unterschieden. Eine weitere Unterteilung kann nach Art der eingesetzten Werkzeugtechnologie erfolgen.